Die Juristin Gertrud Heinzelmann, geboren am 17. Juni 1914 in Wohlen (AG), gilt zu Recht als Pionierin unter den katholischen Frauen.
Internationale Beachtung fand Heinzelmann mit ihrer 24-seitigen Eingabe ans 2. Vatikanische Konzil (1962-1965) unter dem Titel «Frau und Konzil – Hoffnung und Erwartung». Die politisch versierte Juristin und überzeugte Katholikin forderte sowohl die Gleichstellung der Geschlechter in der katholischen Kirche als auch die Frauenordination. Die streitbare Katholikin war sich der Einzigartigkeit ihrer Forderung bewusst. Sie forderte nicht weniger als „ein fortschrittliches theologisches Frauenbild. Ihre Forderungen zum Zweiten Vatikanischen Konzil brachen ein Jahrhunderte altes Tabu. Keine Frau hatte Derartiges zuvor gewagt.» So urteilt ihre Biografin Barbara Kopp. Und Regina Heyder ergänzt: Gemeinsam mit den Theologinnen Ida Ramig, Iris Müller und Josefa Theresia Münch hat sie «entscheidend zu einer Sensibilisierung für die Thematik, Frauen und Kirche» beigetragen.
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- Gertrud Heinzelmann: SRF/CH-Sozialarchiv