Die «kalte» Sophie

Die heilige Sophia von Rom hat ihren Gedenktag am 15. Mai und folgt damit unmittelbar auf die drei Eisheiligen. Darum wird sie im Volksmund oft als „Kalte Sophie“ oder „Nasse Sophie“ bezeichnet. Nach den drei „Eismännern“ ist sie die einzige Frau.

Die heilige Sophia von Rom starb im Jahr 304 während der Christenverfolgung durch den römischen Kaiser Diokletian als frühchristliche Märtyrerin. Gesicherte Daten über ihr Leben und Wirken gibt es keine.

Papst Sergius II. übertrug Teile ihrer Reliquien unter den Hochaltar der römischen Kirche S. Martino ai Monti. Ebenso scheinen die Reliquien, die Bischof Remigius von Straßburg 778 von Rom in das elsässische Frauenkloster Eschau überführte, von dieser Märtyrerin Sophia herzurühren.

Die heilige Sophia von Rom wird gegen Spätfrost, für das Gedeihen der Feldfrüchte und um eine gute Ernte angerufen.

Sie wird mit einer Palme und einem Buch oder mit einem Trog und Schwert dargestellt.

Weil das Wetter nach dem 15. Mai stabiler wird, weiss eine Bauernregel: „Vor Nachtfrost du nicht sicher bist, bis die Sophie vorüber ist.“

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