Wenn’s an Pankrazi friert …

Der erste Eisheilige, nach seinem Gedenktag am 12. Mai benannt, heisst Pankratius bzw. Pankraz. Ein Märtyrer, über den gesicherte Daten fehlen. Sein Name, der aus dem Griechischen kommt, bedeutet „Der alles Besiegende“ oder „Der alles Beherrschende“.

Die Legende weiss, das Pankratius bereits als Vierzehnjähriger den Martertod erleidet. Seine Verehrung ist im 5. Jahrhundert in Rom bereits sicher bezeugt: Papst Symmachus erbaute um 500 über seinem Grab an der Via Aurelia eine Kirche, die eine Vorgängerin der heutigen Kirche S. Pancrazio fuori le mura war.

Wenig christlich, aber für die Verbreitung seiner Verehrung entscheidend, ist die Tatsache, dass Kaiser Arnulf von Kärnten am 12. Mai 896 Rom eroberte und diesen Erfolg der Fürbitte des Tagesheiligen zuschrieb.  

Er wird häufig als junger Mann, in Rüstung, mit Schwert oder Märtyrerpalme dargestellt. Er ist der Patron der Erstkommunikanten und für das Aufgehen der jungen Saat.

Und eine alte Bauernregel weiss: Pankratius hält den Nacken steif, sein Harnisch klirrt vor Frost und Reif.

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  • Pankratius: Pfarrei